Gattina
Dark Romance Geschichte
Die Geschichte „Gattina“ von Mel G. Synn hat am EIS Schreibwettbewerb 2025 zu den Themen Dark Romance und Romantasy teilgenommen. Wir freuen uns darauf, die Geschichte endlich mit der Community teilen zu können!
Triggerwarnung: In dieser Dark Romance Geschichte geht es um mafiöse Strukturen. Zudem werden Waffen thematisiert – auch im sexuellen Kontext. Wenn diese Themen nichts für Dich sind, lies lieber bei einer anderen erotischen Geschichte weiter.
Kapitel 1
Jeder Schritt führte mich meinem Schicksal entgegen. Der Bass vibrierte durch den Club, verschluckte die Worte der Männer hinter mir. Menschen tanzten, umschlangen sich. Alkohol floss in rauen Mengen und bunte Laserstrahlen tauchten alles in flackerndes Licht. Die Hitze des Clubs stand im Kontrast zu der winterlichen Kälte draußen.
Das Klackern meiner Absätze wurde von dem roten Samtteppich verschluckt, mit dem die obere Etage ausgelegt war. Dort saß er. Erhaben über den Club in seiner Lounge. Halbnackte Frauen, die ihn bedienten und grimmig dreinblickende Männer, deren Hände beständig an den Waffen an ihrer Seite ruhten. Ich hätte gerne darüber gelacht, wie viele Klischees Kale Bacino bediente. Ob er sich dessen bewusst war?
Waffen waren für alle, außer seine Männer, hier nicht erlaubt. Trotzdem ruhte meine kleine 9mm beschützend in einem Holster an meinem Oberschenkel, gut versteckt, trotz des engen Kleides. Der Weg nach Las Vegas war leicht gewesen. Kales Aufmerksamkeit zu erlangen ebenfalls. Sie zu halten jedoch eine Herausforderung.
Die Bacinos waren schon immer besonders vorsichtig gewesen – insbesondere dann, wenn es um die anderen Familien ging.
Du kommst erst zurück, wenn die Mission erfüllt ist.
Seit ich aus dem Flieger gestiegen war, war ich auf mich gestellt und ich hatte nur ein Ziel: Kale. Der Mann mit den dunklen Haaren, dem kurzen Bart und teuren Anzügen. Der Kopf der Bacinos und der Mann, der den Kampf der großen Familien in den USA ausgelöst hatte. Er war ein Problem. Eines, dass mein Vater zu beseitigen gedachte.
Deswegen war ich hier.
»La Italiana.« In dem Augenblick, da Kale mich sah, legte sich ein Schmunzeln auf seine Lippen. Er erhob sich in einer geschmeidigen Bewegung, schob unwirsch eine der Damen von sich und war mitwenigen Schritten bei mir.
»Don.« Ich schlug die Augen nieder. Meine Mundwinkel zuckten. Seine Schwäche für schöne Frauen war leicht auszumachen gewesen. Doch das alleine würde nicht reichen. Ich brauchte mehr.
Also wurde ich zu der Frau, die er um jeden Preis besitzen wollte. Gefährlich, scharfzüngig. Ich ließ ihn wissen, wie sehr ich ihn wollte und gab ihm dennoch nicht, wonach er sich sehnte. Er griff nach meiner Hand und hauchte einen Kuss darauf. Seine Lippen verweilten einen Moment zu lange auf meiner Haut. Männer waren so leicht zu manipulieren.
»Du bist meiner Einladung gefolgt.« Hinter ihm scheuchte einer seiner Männer die anderen Frauen weg. Mitschwingenden Hüften drängten sie an mir vorbei, nicht ohne mich mit verachtenden Blicken zu strafen. Dabei sollten sie froh sein, dass ich sie aus dieser Gefahrenzone befreite. Kale zu langweilen, konnte recht schnell zu einem verdammten Problem werden.
»Natürlich bin ich das.« Und das nicht nur, weil es wirklich unklug war, eine persönliche Ablehnung des Dons abzulehnen.
In aller Selbstverständlichkeit legte er eine Hand in meinen Rücken und führte mich zu den teuren Lederpolstern.
Zeit für den ersten Zug.
Kale setzte sich und ich nahm mir einen Moment ihn zu mustern. Er sah auf, wanderte mit seinen Blicken die Linien meines Körpers entlang. Er machte keinen Hehl aus seinem Verlangen. Natürlich nicht. Kale bekam alles, was er wollte. Immer.
Langsam fuhr ich mit der Zunge über meine Lippen, beobachtete zufrieden, wie sein Atem sich beschleunigte. Gut so.
Ich setzte mich. Mein Bein berührte das seine und ich beugte mich langsam vor, um nach dem Glas zu greifen, was man für mich bereitgestellt hatte.
»Ich bin etwas überrascht«, setzte ich an, nippte an dem Champagner, der wahrscheinlich mehr kostete als das kleine Hotelzimmer, in dem ich wohnte, und wandte mich Kale zu. Seine Muskeln waren klar unter dem schwarzen Hemd zu erkennen.
Das lederne Waffenholster um seine Schultern betonte sie umso mehr.
»Wieso das?« Beiläufig legte er eine Hand auf meinen Oberschenkel, strich mit dem Daumen über meine nackte Haut.
»Nach unserem letzten Treffen hätte ich erwartet, dass die nächste Einladung in einem privaterem Rahmen stattfindet.« Ich schmunzelte, nippte an meinem Glas und ließ mir nicht anmerken, wie sehr mich jede seiner Reaktionen zufriedenstellte.
»Ist dem so?« Sein Griff um meinen Oberschenkel wurde etwas fester. Sein Blick verdunkelte sich. Er beugte sich zu mir. Sein heißer Atem striff meine Wange.
Die Gänsehaut war echt. Das Kribbeln auf meiner Haut auch.
»Und was würdest du in diesem privaterem Rahmen gerne tun, gattina?«
»Die Frage ist, was du gerne tun würdest.« Die Spannung zwischen uns war greifbar. Die Musik und Gespräche verschwanden zu einem unwirschen Rauschen und für diese paar Sekunden gab es nur uns. Ich glaubte, seinen Herzschlag zu hören, spürte seine Berührungen auf meiner Haut, den heißen Atem und den markanten Geruch austeurem Parfum und Zigarrenrauch.
Er antwortete nicht, doch das musste er auch nicht. Ich wagte mich weit nach vorne. Die letzten Male hatte ich mich rargemacht, hatte ihn in Gespräche verwickelt, nur um ihm dann doch stehen zu lassen. Es war Teil des Spiels und ich durfte meinen Zug nicht verpassen, sonst würde ich verlieren.
Kapitel 2
Die Tür fiel hinter uns ins Schloss und sperrte nicht nur seine Männer, sondern auch die Geräuschkulisse des Clubs aus. Der Raum war elegant eingerichtet. Dunkles Holz, braunes Leder, Gemälde von denen ich sicher war, dass mindestens zwei davon als verschollen galten. Kale wollte, dass dieser Raum einschüchterte, seine Macht demonstrierte und damit die Verhandlungspositionen klar machte, noch bevor das erste Wort gesprochen wurde.
Auch jetzt schwieg er. Nur wir beide waren hier. Er zog sich die Anzugjacke aus, legte sie feinsäuberlich zusammengefaltet auf einem der Sessel ab und trat an eine Anrichte heran. Eiswürfel klirrten in dem feinen Kristallglas. Er schenkte nur sich etwas ein, drehte sich mit dem Glas in der Hand um und lehnte sich locker gegen seinen Schreibtisch.
»Zieh dich aus.« Seine Stimme war dunkel, fordernd. Er reagierte genau so, wie ich es erwartet hatte. Ich war es gewohnt, dass Männer mich auf meine Reize reduzierten, und hatte schon vor vielen Jahren gelernt, diesen Trumpf für mich zu nutzen. Sie unterschätzten mich, doch ich verstand mehr vom Geschäft, als sie alle glaubten. Das ausgerechnet mein Vater mich schickte, um die Bacinos zu destabilisieren, war einerseits ein Kompliment und hatte doch einen fahlen Beigeschmack. Immerhin wusste er genau, was ich dafür tun musste.
Er hatte mir den Auftrag gegeben, weil er wusste, dass ich bereit war, alles zu tun, um das Ziel zu erreichen. La famiglia ètutto. Ich würde alles tun, die Macht meiner Familie zu erhalten, doch ich verfolgte auch eigene Ziele. Hier in den Staaten, weit weg von meiner sizilianischen Heimat, hatte ich die Möglichkeit, mein eigenes Imperium aufzubauen. Die Aufregung in mir war mehr als nur das süße Gefühl von Triumph. Da war noch etwas anderes, etwas Gefährliches.
Es gefiel mir. Dieses Spiel mit ihm. Die Macht, die aus jeder seiner Pore strahlte. Kale hatte einen Trumpf, von dem er nichts wusste und ich durfte nicht zulassen, dass er ihn spielen konnte. Langsam öffnete ich den Reißverschluss meines Kleides. Schob Ärmel für Ärmel beiseite. Achtlos fiel der Stoff zu Boden. Die feine Spitzenunterwäsche hatte ein kleines Vermögen gekostet. Die Strapse hielten keinen Strumpf, sondern das Holster, an dem meine Waffe ruhte.
Einem Raubtier gleich musterte er mich. Beim Anblick der Waffe zuckten seine Mundwinkel.
»Gefällt dir, was du siehst?« Ich machte einen Schritt auf ihn zu, dann noch einen. Dank der Absätze war ich fast so groß wie er.
Kale rührte sich nicht, trank noch einen Schluck und genoss den Anblick. Er ließ mich zu sich kommen.
Ich nahm ihm sein Glas aus der Hand, trank etwas und leckte mir die Tropfen des feinen Bourbons von den Lippen. Seine Hände fanden meine Hüften. Mit einem festen Ruck zog er mich zu sich heran. Wir waren uns so nah, dass unsere Lippen sich fast berührten. Sein Blick verwob sich mit meinem. Obwohl die Begierde so deutlich darin funkelte, war da noch mehr.
Ich rührte mich nicht, sah einfach nur zurück. Mein Körper erzitterte unter seinen Berührungen. Langsam fuhr er mit der Hand tiefer, zeichnete die Rundungen meines Hinterns nach und griff nach der Waffe an meinem Bein.
Das Metall hatte sich meiner Körpertemperatur angepasst. Mit geübten Fingern löste er die P365 aus ihrem Holster. In seiner Hand wirkte sie lächerlich klein. Mit seichtem Druck fuhr er mit dem Lauf der Waffe mein Bein entlang, über meine Hüfte, meinen Bauch.
Ich schluckte, als er meinen Hals berührte. Mit dem Lauf drückte er mein Kinn nach oben. Mit einem Klicken entsicherte er sie.
»Was willst du wirklich hier, Sofia?«
Mein Puls beschleunigte sich. Adrenalin schoss durch meine Adern. Ich war überzeugt, dass er mir nichts tun würde. Sicher, er war kaltblütig – aber hätte er ernsthafte Zweifel an meiner Integrität, wäre ich längst tot.
Das hier war ein Test und es gab nur eine Weise, auf die ich ihn zu bestehen gedachte.
Ich lehnte mich in seine Berührung. Der Lauf drückte sich schmerzhaft in meine Haut. »Ich dachte, was ich will, wäre längst klar«, hauchte ich, strich dabei mit den Fingern über das seidene Hemd, an seiner Seite entlang. Sein Körper vibrierte unter meiner Berührung. Gut.
Meine Hand schnellte nach oben, ich griff nach seinem Arm, zog ihn von mir weg. Wir wirbelten herum. Mit meinem gesamten Gewicht presste ich gegen seinen Körper, brachte ihn aus dem Gleichgewicht und drückte ihn zu Boden. Die Waffe nun wieder in meiner Hand, legte ich den Lauf auf seinen Brustkorb, dort wo sein verdorbenes Herz ruhte.
Ich saß auf ihm, die Knie links und rechts abgestützt. Sein Atem ging schwer, wie der meine. Seine Hände waren frei. Es wäre ein leichtes für ihn nach mir zu greifen und die Machtverhältnisse erneut zu drehen. Ein Zeichen, dass ich nicht wirklich vorhatte, ihn zu bedrohen.
Ein raues Lachen drang aus seiner Kehle. »Du bist eine verdammte kleine Wildkatze.«
Meine Mundwinkel zuckten. Ich hob eine Augenbraue in die Höhe. Langsam ließ ich die Waffe tiefer gleiten, seinen Bauch entlang, bis sie zwischen meinen Schenkeln und auf seinen Lenden zum Liegen kam.
»Ich will dich.« Ich beugte mich hinab. Meine Lippen streiften seine Wangen, seinen Hals. »Ich will, dass ich es bin, die dich in deinen Träumen verfolgt.« Ich biss in sein Ohrläppchen. »Ich will, dass du nur an mich denken kannst, selbst wenn eine andere Frau bei dir ist.«
Kale griff nach der Waffe und drückte sie zur Seite. Er sicherte sie, bevor er sie achtlos auf den Boden neben uns legte. Fest griff er nach meinen Hüften und in einer einzigen Bewegung drehte er uns. Der feine Stoff des Teppichs drückte in meinen Rücken. Er umfasste mein Kinn und beugte sich hinab. Der Kuss war wild und fordernd. Er entbehrte jeder Zurückhaltung.
Bereitwillig öffnete ich die Lippen, ließ ihn meinen Mund mit seiner Zunge erkunden. Aus ihm sprach reine Gier und Besitzanspruch. Ganz der Mann, der immer bekam, wonach es ihm verlangte.
»Du willst sehr viel«, murmelte er gegen meine Lippen, erstickte jede mögliche Antwort in einem weiteren Kuss.
Er biss in meine Unterlippe, entlockte mir ein leises Stöhnen. Langsam zog er sich zurück, rang um seine Beherrschung. Sein Verlangen presste sich bereits spürbar gegen meine Mitte.
»Wenn du dich auf mich einlässt, gibt es kein Zurück mehr.« Mit den Händen fuhr er die Rundungen meiner Brüste nach. Ich erschauderte, reckte mich ihm entgegen und entlockte ihm ein dunkles Raunen. »Du kehrst deiner Familie den Rücken.« Sein Griff wurde fester. »Wenn wir das hier tun, gehörst du mir. Nur mir.«
Er zog sich zurück und sah mich an. Seine Hände ruhten auf meinen Hüften. Ich wusste nicht, womit ich gerechnet hatte. Ich hatte so viel über ihn gehört, kannte jede seiner Taten, doch der Mann, der hier gerade auf mir saß, war anders. Etwas an ihm war anders als das kalte Monster, für das sie ihn alle hielten. »Bist du dir sicher, dass du das möchtest, gattina?«
Ein Lächeln huschte über meine Lippen. Für einen Rückzieher war es längst zu spät. »Ganz sicher.«
Kapitel 3
Mehr brauchte es nicht. Hungrig eroberte er meine Lippen. Er wanderte meine Seiten entlang, griff unter meinen Hintern und hob mich hoch. Mit wenigen Schritten waren wir wieder beim Schreibtisch. Auf dem Weg dahin öffnete er bereits meinen BH, den er kurz darauf achtlos zur Seite warf.
Kale nahm sich einen Moment meine Brüste zu betrachten. Behutsam strich er mit den Fingern darüber.
Er küsste sich meinen Hals entlang, über mein Schlüsselbein. Ein lustvolles Keuchen entglitt mir, als seine Lippen sich um meinen Nippel schlossen und er zärtlich daran saugte.
Ich griff nach seinem Hemd, fahrig öffnete ich die Knöpfe, fuhr mit den Händen über seinen gut trainierten Oberkörper. Zahlreiche Erhebungen zeichneten sich darauf ab. Narben. Kale hatte sich den Platz an der Spitze hart erkämpft.
Nur kurz ließ er von mir ab, um das Hemd von seinen Schultern zu streifen und die Knöpfe seiner Hose zu öffnen.
Ein aufgeregtes Summen erfasste mich. Ich wollte das hier. Es ging nicht länger um den Auftrag oder unsere Familien. Es ging nur noch um uns.
»Sag mir woran du denkst«, raunte Kale, liebkoste mit den Händen längst wieder meine Brüste, wanderte tiefer.
Ich drückte mich nach oben, sodass er das Höschen abstreifen konnte. Die zarten Berührungen auf den Innenseiten meiner Oberschenkel ließen mich erschaudern.
»Ich frage mich, wie es sich anfühlt, wenn du mich ausfüllst. Wenn du mich nimmst und jetzt und hier als die deine markierst.« Meine Stimme war eine einzige hauchende Verlockung.
Er schluckte, fuhr sich über die Lippe. Anstatt zu antworten, küsste er sich meinen Bauch hinab, ging vor mir auf die Knie und zog mich mit einem Ruck näher zu sich heran. Ich war so feucht, dass kein Zweifel daran bestand, wie sehr ich ihn wollte. Seine Zunge wanderte ihn sanften Kreisen über meine empfindlichste Stelle. Immer wieder und wieder und zog mich in einen Strudel aus süßer Lust. Ich griff fester um die Tischplatte, warf den Kopf nach hinten, drängte mich ihm und seiner talentierten Zunge weiter entgegen.
Ich spürte sein Schmunzeln gegen meine Scham. Es gefiel ihm, wie intensiv ich reagierte, und ich sah keinen Grund mich zurückzuhalten. Ich griff in sein Haar, zog ihn näher zu mir, wollte seine Zunge tieferspüren, fester. Mein ganzer Körper vibrierte. Meine Muskeln verspannten und ein heftiges Zittern erfasste mich. Nur mit seiner Zunge brachte er alles in mir zum Brennen. Mein Höhepunkt rollte auf mich zu. Alles in mir sehnte sich nach süßer Erlösung.
Und dann stoppte er. Abrupt entzog er mir seine Berührungen.
Kapitel 4
Flatternd öffnete ich die Augen. Er beobachtete mich. Seine Augen von Lust gezeichnet.
Er schob Hose und Unterwäsche von seinen Hüften. Ich richtete mich auf, umgriff seine Härte und begann, meine Hand rhythmisch zu bewegen. Er erschauderte, stöhnte. Er stützte sich auf dem Schreibtisch ab, küsste mich mit einer Leidenschaft, die mir noch nie begegnet war.
»Lass mich dich spüren«, bat ich zwischen den Küssen und gab ihn frei. Es gab keine Zurückhaltung mehr. Er umfasste meine Hüften, zog mich zu sich heran und versenkte sich mit einem kräftigen Stoß in mir.
Wir beide stöhnten auf. Erleichterung und Lust zugleich, die uns und diesen Raum erfüllten.
Er gab uns beiden einen Augenblick, uns aneinander zu gewöhnen, bevor er sich zu bewegen begann. Erst langsam, dann schneller, bis seine Stöße dieselbe wilde Leidenschaft zeigten, wie seine Küsse zuvor.
Ich hatte meine Hände in seinen Nacken geschlungen, fuhr durch sein Haar, kratzte über seinen Rücken. Jedes Mal, wenn er sich noch tiefer in mir versenkte, krallten sich meine Finger in seine Haut, mussten rote Striemen auf seinem Rücken hinterlassen. Es war mir egal.
Mein Stöhnen wurde lauter, hemmungsloser. Sicher würde man uns auf der anderen Seite der Tür hören können. Sollten sie doch. Es spielte keine Rolle.
Ich schlang meine Beine, um seine Hüften, wollte ihn noch tiefer in mich aufnehmen. Erneut begann ich zu zittern. Erneut rollten die Wellen des Höhepunktes auf mich zu, bereit mich diesmal vollends mit sich zu reißen.
»Sieh mich an. Ich will es sehen.« Einem tiefen Grollen gleich, glitt der Befehl über seine Lippen. Ich tat wie geheißen.
Mit dem nächsten tiefen Stoß riss er mich mit sich. Alles in mir verkrampfte, explodierte. Eine unbändige Hitze breitete sich in mir aus, alles vibrierte vor Lust. Ich reckte mich ihm entgegen. Meine Muskeln zogen sich immer wieder zusammen, rissen auch ihn mit sich. Er stöhnte auf, ergoss sich in mir und zog mich enger an sich.
Für einen Moment verloren wir uns in dem gemeinsamen Orgasmus, in dem wilden Rausch an Lust, der jede Faser unserer Körper erfüllte. Unsere Körper ebenso verwoben, wie unsere Blicke.
Kale bewegte sich sanft weiter, ließ mich den Höhepunkt ausreiten, bis das Zittern meines Körpers abebbte.
Er beugte sich hinab. Der nächste Kuss war sanft und liebevoll. Behutsam strich er mir eine Haarsträhne hinters Ohr. Er beobachtete mich, als wolle er sich jedes Details meines Gesichtes einprägen. Langsam beugte er sich hinab, bis seine Lippen beinahe mein Ohr berührten. »Hast du wirklich geglaubt, du kannst mich überlisten? Tu sei mia, gattina.«
Du gehörst jetzt mir.















