Till Love Do Us Part
Dark Fantasy Geschichte
Die Geschichte „Till Love Do Us Part“ von Taryn Wylde hat am EIS Schreibwettbewerb 2025 zu den Themen Dark Romance und Romantasy teilgenommen. Wir freuen uns darauf, die Geschichte endlich mit der Community teilen zu können!
Triggerwarnung: Diese Dark Fantasy Geschichte enthält Darstellungen von Auftragsmord, Bedrohung mit Waffen, manipulativen Machtspielen sowie explizite sexuelle Szenen mit Dominanz-Elementen (inklusive Atemkontrolle). Wenn diese Themen für Dich belastend sein könnten, lies lieber bei einer anderen erotischen Geschichte weiter.
Kapitel 1: Larke
Fünf Schritte!
So viel Zeit blieb mir, um mein Ziel zu erreichen, sobald ich die Tanzfläche betrat. Mit fünf Schritten musste ich mich durch die Tanzenden bewegen, die mich von dem Menschen trennten, dessen Leben in meinen Händen lag. Die kalten Steinmauern, die sich drei Stockwerke hoch zogen, schienen näher und näher zu kommen, je länger ich zögerte. Sekundenlang suchte ich mit den Augen die Tanzfläche ab, spürte jeden Muskel nach, zwang meine Atmung, ruhiger zu werden. Schmerzlich vermisste ich meine Lederhose, meinen Umhang und mein Mieder, das sich wie eine zweite Haut an meinen Körper schmiegte und dennoch genug Verstecke für all meine Waffen bot.
Mein Ballkleid war mindestens genauso eng geschnitten, doch verstecken konnte ich darunter nur eine einzige Waffe. Meinen Obsidian Dolch an meinem Strumpfband. Der Rest des Kleides war so durchsichtig, dass es nichts der Fantasie überlies. Ganz zu schweigen von dem Ausschnitt, der mir beinahe bis zum Bauchnabel reichte. Trotzdem liebte ich das Kleid, denn ich hatte darin genauso viel Bewegungsfreiheit wie in meiner Kampfmontur. Und die würde ich brauchen.
Entschlossen rückte ich meine silberfarbene Maske zurecht, raffte meinen Rock und betrat mit dem ersten Takt des Tàng’ors, dem traditionellen Paartanz von Pedreas High Society, das blankpolierte Walnussparkett. Fürst Ezra verneigte sich gerade vor seiner Tanzpartnerin und wenn ich nahe genug an ihn herankommen wollte, musste ich schnell sein. Schritt eins und zwei brachten mich in seine Nähe, Schritt drei und vier direkt hinter ihn. Langsam schob ich meine Hand durch den Schlitz in meinem Kleid, meine Finger umschlossen den kalten Griff meines Dolches. Noch ein Schritt, dann würde meine Klinge ihr Ziel treffen. So sicher, wie diesem Tanz weitere folgten, so sicher, wie die zwei Monde am Himmel bei Tagesanbruch untergehen würden, wäre der Fürst in wenigen Sekunden tot. Ich hielt die Luft an und ...
»Tàng’or tanzt man zu zweit, nicht zu dritt.«
Die dunkle Stimme an meinem Ohr klang wie kalter Stahl, der körperwarme Seide zerschnitt. Kräftige Hände zogen mich in die perfekte Tanzpose. Silbergraue Augen funkelten hinter einer nachtschwarzen Maske hervor, herausfordernd und scharfsinnig. Eine Hand presste sich an meinen Rücken, unanständig weit unten, die zweite packte meine rechte Hand und löste jeden Finger einzeln von meinem Dolch.
Fuck.
»Vielleicht wollte ich gar nicht mit seiner Durchlaucht tanzen?«, brachte ich hervor, während mein Gegenüber seine Hand um meine schlang und mich in die nächste Tanzpose zwang. »Schließlich gehört es sich nicht für eine Frau, den Fürsten zum Tanz aufzufordern. Vielleicht wollte ich ...«
»Du wolltest den Fürsten töten, Larke.«
Ich erstarrte. Woher kannte er verdammt noch mal meinen Namen? Hier wusste niemand, wer ich war, keiner der Umstehenden hatte mich je gesehen.
»Und das kann ich nicht zulassen.« Drei Schritte nach rechts, dann wirbelte er mich herum und zog mich an sich, mein Rücken war an seine Brust gepresst und ich unfähig, mich zu rühren. Dabei war meine Ausbildung genau darauf ausgelegt. Ich wusste blind, wie ich mich gegen einen mir überlegenen Angreifer zur Wehr setzte, ich kannte jeden Handgriff in- und auswendig. Doch in der Gegenwart dieses Fremden konnte ich nichts davon abrufen. Seine Hand spreizte sich auf meinem Bauch, sein Daumen berührte die Unterseite meiner Brust. Augenblicklich reagierten meine Brüste darauf, die Knospen richteten sich auf und gierten nach mehr. Hitze schoss mir in den Unterleib und ich keuchte auf, als er den Druck verstärkte.
»Woher ...« Ich schluckte, als er uns hin und her wiegte, mich zu sich herumdrehte und ein Bein zwischen meine schob. »Woher kennt Ihr meinen Namen?«
Ein Grinsen breitete sich unterhalb seiner Maske aus, seine silbrigen Augen blitzten amüsiert auf. Mir war, als hätte ich diesen Blick schon einmal auf mir gespürt. Aber das Wissen, wo und wann, entzog sich mir hartnäckig, egal wie sehr ich es zu greifen suchte.
»Ich weiß alles, was in diesem Schloss vor sich geht, kleine Assassinin.« Sein Oberschenkel drückte fester gegen mich, rieb genau an der Stelle, die sowieso schon empfindlich pochte. Feuchtigkeit breitete sich zwischen meinen nackten Schenkeln aus, als er mich tief nach hinten beugte und mit seinen Lippen hauchzart über die unbekleidete Haut in meinem Ausschnitt fuhr. Gänsehaut kribbelte auf meinem gesamten Körper, den ich innerlich lautstark für seine Reaktion verfluchte.
Mein Auftrag war klar: Fürst Ezra mit einem gezielten Dolchstoß ins Herz töten und ungesehen aus dem Schloss entkommen. Nicht nur ungesehen, vor allem aber unerkannt. Der letzte Punkt ließ sich nun nicht mehr erfüllen und ich verbiss mir den Fluch, der mir auf der Zunge lag. Aufbegehren würde mich am allerwenigsten aus dieser Situation befreien.
Mit einer geschmeidigen Bewegung wurde ich wieder in die Aufrechte gezogen, mühelos folgte mein Gegenüber den Tanzschritten quer durch den Saal.
»Du hast dazu gelernt, Larke.«
Was...
»Bei unserem ersten und letzten Tanz hast du dich nicht so einfach führen lassen.«
Ich geriet aus dem Takt. Bisher hatte ich nur mit einem einzigen Mann getanzt. Und auch damals hatte mein Körper ganz genau so auf ihn reagiert. Doch das konnte nicht sein. Mein Mentor war tot, gestorben vor meinen Augen. Durch meine Hand war er elendig an seinem eigenen Blut erstickt. Und ich bereute diesen Tag wie keinen anderen in meinem Leben.
Der Tanz verlangte mir eine Drehung ab und ich blickte in seine Augen, suchte verzweifelt nach etwas, das meine Gedanken, meine Hoffnung Lügen strafte. Doch statt Antworten fand ich nur dunkle Schatten, die in seinen Augen flackerten, die zu unseren Füßen zu wabern begannen und uns langsam, aber sicher von den anderen Tanzenden abschirmten.
Ich kannte nur eine einzige Person, die zu so etwas fähig war. Und die ich angefleht hatte, mir genau diese Art von Magie beizubringen. Vergeblich.
»Velho?«
Das Knurren, das seiner Kehle entwich, war mir Antwort genug. Verdammt, warum war ich nochmal hier auf dieser Tanzfläche? Langsam zog er mich aus der Drehung an seine Brust, ließ mich spüren, dass auch ihn dieser Tanz nicht kalt ließ. Doch dieses Mal schob sich seine Hand in den Schlitz an meinem Bein, weiter und weiter zu der Stelle, die danach gierte, von ihm berührt zu werden. Als er merkte, dass ich nichts außer meinem Dolch unter dem Kleid trug und wie sehr mich unser Tanz erregte, stöhnte er auf.
»Fuck«, raunte er an meinem Ohr.
»Das hier gefällt dir wohl?« Seine freie Hand wanderte zu meinem Hals, umschloss ihn wie ein breites Collier und drückte mir langsam die Luft ab.
Mehr als ein Aufkeuchen brachte ich nicht zu Stande, während seine Hand unter meinem Rock sich immer weiterschob. »Süße Larke, dein Körper war schon immer Wachs in meinen Händen.« Seine Lippen hinterließen winzige Flammen auf meinem Hals, verbrannten mich lichterloh.
»Du solltest ... tot ...sein«, presste ich hervor, während ich gleichzeitig nach mehr lechzte. Mehr von seinen Händen auf meinem Körper, mehr von seinen Lippen auf meiner Haut, mehr von ihm in mir.
»Oh glaub mir, ich war tot. Für all jene, die es betraf, bin ich einen elenden Tod gestorben.« Noch mehr Küsse, noch mehr Druck an meinem Hals. »Aber für dich bin ich so lebendig, wie du mich willst. Denn dass du mich willst, wissen wir beide.«
Kapitel 2: Larke
Ruckartig ließ er mich los und presste mich gegen die kalte Steinwand am Rande des großen Saals. Die Obsidianklinge meines Dolches drückte sich in die zarte Haut unter meinem Kinn, was die Feuchte zwischen meinen Beinen noch verstärkte. Wie waren wir hierher gekommen? Und wann hatten wir die Tanzfläche verlassen? Wie hatte ich so unaufmerksam sein können, dass er mich hatte hierher manövrieren können. Und warum, bei allen Höllen, hatte ich nicht einen Schritt davon bemerkt? Seine Maske verdeckte noch immer die obere Hälfte seines Gesichts, doch jetzt da ich wusste, dass es wirklich Velho war, konnte selbst die schwarze Spitze nichts mehr vor mir verbergen.
»Aber...« Das eine Wort war genug, dass mein Dolch meine Haut aufritzte. Ich spürte, wie das Blut langsam nach unten sickerte und auch Velho schien es zu bemerken, denn er lockerte seinen Griff kaum merklich, so dass ich wenigstens sprechen konnte. »Warum, Velho? Warum hast du den Orden verraten? Warum hast du mich-« Verlassen, wollte ich sagen, doch ich brachte dieses verräterische Wort nicht über meine Lippen.
»Weil ich das, was ich haben wollte, nicht haben konnte«, gab er zu und zog die Dolchspitze zwischen meinen Brüsten hindurch in Richtung Bauchnabel. »Weil es mir nicht mehr genügte, dich nur zu trainieren, weil ich nicht mit ansehen konnte, dass sie dich zu dem machen, was ich aus tiefstem Herzen verabscheute. Und weil ich nicht wählen wollte.«
Jedes seiner Worte traf mich mitten ins Herz, zerriss etwas darin, was ich bisher als göttergegeben erachtet hatte. Instinktiv wusste ich, dass nach dieser Nacht nichts mehr so sein würde, wie es gewesen war. Egal in welcher Hinsicht. Seine Zungenspitze folgte der Spur, die mein Dolch gezogen hatte und ich erschauderte. Seine Finger gruben sich in meine Hüfte und als der Dolch meine Mitte erreichte und mein Kleid aufschlitzte, verlor ich beinahe die Kontrolle.
»Velho!«
»Ja, meine kleine Assassinin?«
»Bitte, ich ...« Wachs in seinen Händen, hatte er gesagt. Wachs war immerhin noch zähflüssig, während ich mich wie schwerer Wein fühlte, der eine ausgedörrte Kehle hinab ran.
»Was, Larke? Sag mir, was du willst. Dann lasse ich dich vielleicht gehen, wenn ich mit dir fertig bin.«
Nichts wollte ich weniger. Ich wollte nicht gehen, wollte nie wieder von ihm fort. Sein Tod hatte mich gebrochen und zu der skrupellosen Assassinin gemacht, die ich war. Herzlos und einsam, wenn auch effektiver als alle anderen. Doch jedes Attentat, jeden Auftrag, den ich ausführte, geschah immer im Gedanken an den Mann, der mir alles beigebracht hatte. Der mit mir bis aufs Blut geübt hatte, der jeden Handgriff in mich hinein gedrillt hatte. Um mich dann zu zwingen, mein Wissen gegen ihn einzusetzen.
»Ich warte«, knurrte er und drückte die flache Seite meines Dolches gegen meine Mitte. Meine Beine begannen zu zittern, als er den Druck stetig weiter verstärkte. »Sprich!«
»Dich«, brachte ich zwischen keuchenden Atemzügen hervor. »Ich will dich.«
Sein Mund senkte sich auf meinen, sein Kuss war so fordernd, so einnehmend und alles ausblendend, wie ich ihn in Erinnerung hatte. Mir war egal, wer von den dutzenden Tanzenden uns beobachtete. Genauso wie es nicht kümmerte, dass ich meinen Auftrag nicht zu Ende geführt hatte und ihn vermutlich nie ausführen würde. Alles, was ich wollte, war mehr. Mehr. Mehr.
Mitten im Kuss löste er die Bänder meiner Maske und warf sie achtlos zur Seite. Meine Hände krallten sich in die seine und ich riss sie ihm gerade zu herunter, wollte seine ganze Schönheit nur für mich allein.
Schwer atmend löste Velho sich von mir und sein Anblick raubte mir zwei Herzschläge lang den Atem. Er war noch schöner, noch stolzer als ich ihn in Erinnerung hatte. »Gefällt dir der Anblick?«, raunte er und drehte meinen Kopf zur Seite. »Sieh hin, Larke. Sieh hin, wer uns beobachtet.«
Fürst Ezra stand mit vor der Brust verschränkten Armen an eine der Wände gelehnt, die unserer Nische am nächsten waren, ein Bein über das andere gekreuzt. Ich konnte seine Augen hinter seiner blutroten Maske hervor funkeln sehen, trotz des dunklen Nebels, der um uns herum waberte. Und den ich erst jetzt bemerkte.
»Was ist das?«, fragte ich und ließ meinen Blick zu den Gästen des Fürsten schweifen. »Warum wirken sie, als ob sie uns nicht sehen?«
Velho ließ meinen Kopf los und beugte sich zur Seite. »Weil sie es nicht können.«
Seine Schatten. Er hatte uns in seine Schatten gehüllt, hatte dafür gesorgt, dass nur Ezra uns beobachten konnte. »Aber warum kann er...«
»Weil er wissen will, was ich mit der Assassinin mache, die nach seinem Leben trachtet. Und dann wird er entscheiden, ob dich das Schicksal ereilen wird, das du für ihn vorgesehen hast. Oder«, fuhr er fort und ließ seine Hand zwischen meine Beine wandern, wo er zwei Finger noch weiter schob, »oder ob er uns Gesellschaft leistet.«
Kapitel 3: Velho
Kaum hatten meine Worte meinen Mund verlassen, da erzitterte sie unter meinen Händen. Sie war so bereit für mich, für alles, was ich mit ihr vorhatte, dass meine Härte schon schmerzhaft gegen meine Lederhose pochte.
Wenn ich ehrlich zu mir war, war ich hart, seit sie die Tanzfläche betreten hatte, Ezra im Visier ihrer tödlichen Willensstärke. Ihre Zielstrebigkeit hatte mich schon immer erregt, doch die Kaltblütigkeit, die sie heute an den Tag gelegt hatte, brachte mich fast um den Verstand.
Hinter uns wechselte der Tanz seinen Rhythmus zum wiederholten Mal, doch meine gesamte Aufmerksamkeit lag auf Larke. Und auf Ezra, dessen eigene Erregung in Schwaden zu mir herüber waberte. Seit ich in seinen Dienst getreten war, spürte ich jede Veränderung seiner Empfindungen, konnte ich ihn lesen, wie ein Buch. Und gerade wollte er nichts mehr, als zu sehen, wie ich mir nahm, was ich seit so vielen Jahren begehrte.
»Sei ein braves Mädchen und zeig mir, wie sehr du mich willst«, raunte ich in Larkes Ohr, während ich sie sanft, aber bestimmt auf die Knie zwang. »Und sorge dafür, dass er alles sehen kann.«
Larkes Wimmern und die Willigkeit, mit der sie meiner Forderung nachkam, ließen mich noch härter werden. Die Schnüre meiner Hose rissen beinahe unter ihren Händen und als sie mich umfasste, atmete ich zischend ein. Ihre Lippen schlossen sich um meine Spitze und ich musste mich an der Wand über ihr abstützen.
»Fuck«, brachte ich hervor und vergrub eine Hand in ihren Haaren, stieß nach vorne, wieder und wieder. Ezras Blick brannte in meiner Seite, ich konnte fühlen, wie sehr er genoss, was er sah.
Larkes Zunge umspielte meine Spitze, und meine Hüften zuckten erneut nach vorne, tiefer in die feuchte Höhle ihres Mundes. Weiter vor, als sie mich lassen wollte, heftiger, als ich geplant hatte. Aber der Mund dieser Frau hatte das Potential, mich alles vergessen zu lassen. Vollkommen und unwiederbringlich.
Ein Geräusch zwischen Erregung und Schmerz entkam ihr, als ich heftig zu stieß und ich zog mich quälend langsam zurück, fuhr mit meiner Spitze über ihre geschwollenen Lippen.
»Siehst du die Höflinge und ihre Geliebten? Wie sie sich hinter Federn und Spitze, unter Samt und Seide verstecken, um nicht erkannt zu werden?«, fragte ich und neigte mich zur Seite, damit Larke an mir vorbei sah.
»Ja.« Ihre Stimme war ein raues Hauchen, ihre Erregung beinahe mit Händen greifbar, genau wie meine. Und wie Ezras. »Ich kenne sie alle, ihre intimsten Geheimnisse, die Abgründe ihrer Seele. Aber sie, sie ahnen nicht einmal, was hier vor sich geht.« Langsam zog ich Larke nach oben und drehte sie mit dem Rücken zu mir, Stück für Stück schob ich ihr zerschnittenes Kleid zur Seite, bis ihre gesamte Vorderseite nackt war. »Es gibt nur drei Menschen, die genau wissen, was wir hier tun.« Stöhnend ließ sie ihren Kopf nach hinten auf meine Schulter sinken. »Du«, sagte ich und drückte ihren Oberkörper nach unten, dass sie sich mit den Händen auf dem Vorsprung des schmalen Fensters abstützen musste.
»Ich«, fuhr ich fort und drückte meine Härte gegen ihre nasse Mitte, während ich meine Hände in ihren pechschwarzen Locken vergrub und ihren Kopf zu meinem Fürsten drehte.
»Und er«, vollendete ich die Aufzählung und drang mit einem einzigen Stoß in sie ein.
»Götter«, keuchte Larke und bog mir ihren Hintern entgegen, erwiderte jeden meiner Stöße wie im Rausch. Genau wie meiner ließ ihr Blick nicht von Ezra ab. Mein Fürst hatte die Hand in seiner Hose, seine Bewegungen waren eindeutig. Ich wusste, dass er lieber Larkes Lippen um seine Härte spüren oder meine Stelle einnehmen wollte, doch das musste warten. Zuerst nahm ich mir, was mein ehemaliger Schützling mir nicht länger vorenthielt.
»Velho«, stöhnte Larke. »Bitte.«
Ihre Hand wanderte tiefer, suchte ihre Mitte, doch ich hielt sie auf. Niemals würde ich zulassen, dass sie sich selbst Erlösung verschaffte. Grausam genug, dass ich meinem Fürst versagte, sich tief in Larke zu versenken. Larkes Höhepunkt würde mir und nur mir gehören.
»Bitte, was?«
»Ich ... Ich ...«
Meine Hand fand die geschwollene Knospe, von der ich wusste, dass sie ihr die Erlösung verschaffen würde, nach der sie lechzte. Ich drückte zu, kurz und heftig, genoss ihr Keuchen, die Zuckungen, die durch ihren von Kampf und Training gestählten Körper gingen.
»Komm für mich, meine Assassinin.«
»Vel...« Der Rest meines Namens ging in tiefem Stöhnen unter und Larkes Mitte zog sich um mich zusammen. Heftig, immer und immer wieder. Nicht ein einziges Mal hielt ich mit meinen Stößen inne, nicht ein Mal ließ meine Hand von ihr ab.
Ezra war nähergetreten, sein eigenes Keuchen drang durch meine Schatten bis zu uns. »Hörst du, was wir ihm antun? Kannst du sehen, wie sehr er dich begehrt?«
Immer noch war ich in ihr, immer noch hielt ich sie mit der Hand um ihre nasse Mitte. Meine andere Hand wanderte ihren Körper hinauf, zwickte in ihre steil aufgerichteten Knospen, dass sie aufkeuchte. Bis ich wieder ihren Hals umschloss und langsam zudrückte, wissend, dass ihr zweiter Höhepunkt umso heftiger ausfallen würde.
»Was würdest du geben, wenn er dich am Leben lässt und stattdessen meinen Platz einnimmt?«
Larkes Knie gaben nach und ich hielt sie, eine Hand immer noch an ihrem Hals, die andere an ihrer Hüfte.
»Antworte«, knurrte Ezra und Larke erschauderte erneut. Ich wusste, wozu mein Fürst mit seiner Stimme in der Lage war. Aber meine kleine Assassinin erfuhr nun am eigenen Leib, welche Macht er damit ausüben konnte. Wie es sich anfühlte, vom Fürsten des Landes Pedrea begehrt zu werden, während ein anderer Mann sie nahm.
»Nichts«, brachte Larke hervor und für einen kurzen Moment glaubte ich, dass ich mich verhört hatte. Schließlich blieb ihr Dank meiner Hand nicht mehr viel Luft zum Atmen.
»Sag das nochmal«, befahl Ezra und jetzt traf selbst mich die Wucht seines Befehls. Lange würde ich dieses Spiel nicht mehr durchhalten, doch ich war wild entschlossen, Larke mindestens einen weiteren Höhepunkt zu entlocken.
Sie drehte den Kopf, so weit es meine Hand zu ließ, und blickte Ezra direkt in die nachtschwarzen Augen. »Nichts würde ich geben. Weil ich lieber sterbe, als das hier aufzugeben.«
Bei jedem ihrer letzten Worte zog sich ihr Unterleib zusammen, doch es waren deren Bedeutung, die mich an den Rand der Klippe stießen.
»Götter, Larke!« Nun war es an mir, ihren Namen zu stöhnen. Meine Hand drückte fester, meine Stöße wurden unkontrollierter und ich konnte riechen, wie sehr selbst Ezra von ihren Worten erregt wurde.
Sekundenlang hörte ich nichts außer dem Klatschen von Haut auf Haut, keuchenden Atemzügen und Larkes Wimmern, das mir verdeutlichte, wie nahe sie der Erlösung zum zweiten Mal war.
»Wenn du wüsstest, wie lange ich darauf gewartet habe, solche Worte aus deinem Mund zu hören«, presste ich hervor und warf Ezra einen Blick zu. Nach all den Jahren, nach unzähligen Frauen, die wir geteilt hatten, verstanden wir uns auch ohne Worte. Seine freie Hand wanderte zwischen Larkes Beine und fand ihr Ziel, ohne suchen zu müssen.
»Aber wenn dem Fürsten danach verlangt, zu teilen, dann bin ich der Letzte, der ihm das versagt.« Ich stieß hart in sie und gab ihr einen letzten Befehl. »Und jetzt komm noch ein Mal für uns, Larke.«
Ihr Schrei hallte von den Wänden wider, doch niemand außer uns hörte, wie sie zerbarst. Niemand außer uns sah, wie der Fürst zuckte, stöhnend gegen die Mauer sackte und nach Luft rang, während er seinen eigenen Höhepunkt hinauszögerte. Und niemand merkte, wie ich ein letztes Mal in Larke stieß und alles von mir in ihr zurückließ.
Sterne explodierten vor meinen Augen, als die Welle meines Höhepunkts mich mitriss. Ich würde viel mehr Magie als sonst benötigen, um uns wieder in einen gesellschaftsfähigen Zustand zu bringen. Doch es war jeden Tropfen davon wert.
Langsam und so unwillig zog ich mich aus ihr zurück, hielt sie fest an meine Brust gepresst, bis sie wieder Atem geschöpft hatte. Mein Herz raste in meiner Brust und ich wusste in diesem Moment, dass ich sie nicht wieder gehen lassen würde. Im Gegenteil, ich würde alles daran setzen, sie auf unsere Seite zu ziehen. Ihr zu zeigen, wie die Welt wirklich war, dass der Orden sie ihr Leben lang belogen hatte.
Kapitel 4: Velho
»Larke, sieh mich an«, murmelte ich an ihrem Ohr. Aus Augen, deren blau so hell war, dass sie beinahe leuchteten, blickte sie mich an, blickte sie beinahe durch mich hindurch. »Ich bereue nichts von dem, was wir getan haben, Larke. Und ich werde es niemals bereuen. Aber deinen Auftrag kann ich dich nicht ausführen lassen.«
Kaum merklich sackte sie gegen mich und ich brachte sie zu einem der Sessel, die rund um die Tanzfläche an den Wänden aufgestellt waren. Meine Kraft schwand, bald würden meine Schatten uns nicht mehr verbergen können, also musste ich mich beeilen.
Sobald Larke sicher im Sessel saß, richtete ich meine Hose und ging vor ihr in die Hocke. Mit langsamen Bewegungen fügte ich ihr Kleid wieder zusammen, ordnete ihre Frisur – und schob letztendlich den Dolch zurück an seinen Platz. Würde sie diesen Test bestehen? Innerlich betete ich darum, denn die Alternative wäre grausam. Und tödlich. Für sie und für mein Herz.
Ezra stand wie aus dem Nichts neben mir, seine eigene Magie hatte längst alle verräterischen Spuren verwischt. Stumm reichte er mir unsere Masken und wartete, bis ich sie mir und Larke wieder umgebunden hatte. Erst dann sah ich zu ihm. Sekundenlang kommunizierten wir stumm miteinander, bis ich mich erhob und zwei Schritte zurücktrat. Larkes Kopf ruckte zu mir, ihr Blick flehentlich, eingerahmt vom Silber ihrer Maske. Ihre Schönheit raubte mir den Atem. Ahnte sie, was Ezra tun würde?
»Ich werde dir gleich eine Frage stellen, Assassinin. Und du hast zwei Möglichkeiten, sie zu beantworten. Hast du das verstanden?«
Larke schluckte erst, nickte dann und ich wollte nichts mehr, als sie zu küssen. Doch ich musste dem Fürsten den Vortritt lassen.
Ezras Blick funkelte im Kerzenlicht, als er ihr das Ultimatum stellte, von dem ich nicht wusste, wie sie es aufnehmen würde. Mein Herz schrie danach, dass sie seinen Vorschlag annahm. Mein Verstand sagte mir, dass sie in wenigen Augenblicken zwischen all seinen Höflingen verschwunden sein würde.
»Ich werde dich um einen Tanz bitten. Wenn du der Bitte nachkommst, bedeutet das, dass du dich uns anschließt und hier bei Velho bleibst. Von ihm lernst, mit ihm arbeitest. Für mich arbeitest.«
Larkes Blick zuckte wieder zu mir und ich suchte verzweifelt nach irgendeinem Anhaltspunkt darin.
»Oder du lehnst ab, was bedeutet, dass ich dir eine Minute Vorsprung gebe. Wenn du wirklich so gut bist, wie Velho sagt, dann wird dir die Zeit genügen, um aus meinem Schloss zu verschwinden. Um nie wieder hier her zu kommen.«
Wie eine kalte Klaue krallte sich die Angst in mein Herz. Würde sie uns wieder auseinanderreißen, wie ich es vor Jahren getan hatte? Oder hatten wir dieses Mal eine Chance?
Mit einem Nicken bedeutete mir Ezra, die Schatten zurückzurufen, dass wir für alle Anwesenden sichtbar waren. Dann streckte er seine Hand nach Larke aus und stellte die Frage aller Fragen.
»Also, Larke, Assassinin des hohen Ordens und Schützling meines höchsten Magiers. Darf ich um diesen Tanz bitten?«















